Freie Schwimmer Wegberg 1993 e.V.
Freie Schwimmer Wegberg 1993 e.V.

Deutschen Mannschaftsmeisterschaften 2013
Neues Logo motiviert die Mädels - Männer im Pech

 

Ein Wechselbad der Gefühle bescherten den Freien Schwimmern Wegberg die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften auf Bezirksebene, die am ersten Februar-Wochenende im Hallenbad zu Kohlscheid ausgetragen wurden. Während die Männermannschaft die in sie gesteckten Erwartungen voll erfüllen konnte - aber trotz einer Verbesserung von knapp 1000 Punkten im Vergleich zum Vorjahr absteigen musste -, glich der Wettkampf der Frauen einem wahren Triumphzug in die höherklassige Bezirksliga. Am Ende siegten sie mit grandiosen 1236 Punkten Vorsprung vor der Aachener Schwimmvereinigung II.

Schon beim ersten Rennen zeigte die erfahrene Rudelführerin Leonie Kaphahn den doch etwas überheblichen Aachenerinnen - sie sahen sich schon vor Wettkampfbeginn als Siegerinnen -, dass es an diesem Tag nur über die Leichen der Freien gehen konnte. Von Rennen zu Rennen sah man die Stressfalten der Domstädterinnen tiefer werden, vor allem, als zur Hälfte des Wettbewerbes die Führung der FSW-Girlies auf mehr als uneinholbare 1000 Punkte angewachsen war!!! Unglaublich, wie die doch insgesamt sehr junge Mannschaft sich reinhängte und jedes Rennen selbstbewusst anging.

 

Zu dieser Glanzleistung hatte Trainer Wolfgang Bley in entscheidendem Maße beigetragen, denn er hatte einen Motivator mitgebracht, der ungeahnte Kräfte freisetzte. Obwohl anerkannter Gegner von Tattoos, hatte er die Idee, das neue Vereinslogo auf die durchtrainierten Körper seiner Schützlinge zu bringen, einerseits, um die Gegnerinnen zu schocken, anderseits, um schlummernde Kräfte freizusetzen. Davon ließ sich selbst die abgeklärte Franziska Börner beeindrucken, denn sie schwamm Zeiten, mit denen man zu diesem frühen Zeitpunkt nun wirklich nicht rechnen konnte. Auch die zusammen mit Jana Hommers jüngste FSW-Schwimmerin, Viviane Braun, bestätigte ihre beeindruckende Form, in die sie sich durch konsequentes Training gebracht hatte und wurde mit ihren jungen Jahren zu einer großen Stütze der „Frauen“-Mannschaft.

 

Die Schwestern Annemarie und Friederike Bork hatten insgesamt 10 Starts und wussten insgesamt voll zu überzeugen, auch wenn „Friedi“ noch viel, viel Luft nach oben hat. Beide sind vor allem durch ihre Vielseitigkeit äußerst wertvolle Mitglieder der Mannschaft und haben damit einen ebenso großen Anteil am Gesamterfolg wie Eva Landmesser, die sich vor allem durch eine Klasseleistung über 100m Brust in neuer persönlicher Bestzeit hervortat.

 

Thalia Pink übernahm ohne zu Murren die undankbare Aufgabe, die Knüppelstrecke über 800m Freistil zu bewältigen. Obwohl sie ja anerkannte Brustspezialistin ist, stellte sie sich in den Dienst der Mannschaft und stand diese lange Stecke bravourös durch. Da störten am Ende auch ein paar Tränchen nicht, die von dem großen Druck, der auf ihr lastete, zeugten. Ihr Trainer deutete diese Tränen zur Überraschung der mithörenden Kampfrichter als Zeichen des Glücks, diese Energieleistung erfolgreich geschafft zu haben.

Jana Hommers vervollständigte die Erfolgsbilanz der Wegbergerinnen mit eine persönlichen Bestzeit über 100m Brust. Auch hier zeigte sich wieder einmal deutlich, dass konsequente taktische Maßnahmen im Vorfeld des Wettkampfes (Trainerschelte) doch eine Menge bewirken und große Kräfte freisetzen können.

Um die Zukunft dieser Mannschaft muss einem nicht bange sein, stehen doch einige Nachwuchstalente in den Startlöchern, die ihren Platz in dieser Erfolgstruppe einnehmen möchten. Aber dies geht natürlich nur über regelmäßiges, konsequentes Training…

 

Bei den Männern lag das Durchschnittsalter wesentlich höher als bei den Frauen. Es zeigte sich deutlich, dass die jungen Wilden des FSW noch etwas Zeit benötigen, um die Mannschaft weiter nach vorn zu bringen. Vor allem auf den langen Strecken war es sehr schwer, sich zu behaupten. Zwar erklärten sich Jan Landmesserund Daniel Kohlen ohne Wenn und Aber bereit, die Marathondistanz von 1500 Metern zu übernehmen, doch es fehlte dann doch Kondition und Wettkampfhärte für größere Taten. Dagegen hatte Jan Stauder ein Super-Programm, durfte er doch über seine Spezialdisziplin im Rückenschwimmen ran. Dennoch hatte auch er keine echte Chance gegen die teilweise sehr viel älteren, austrainierten Konkurrenten.

 

Dass man im Alter zwischen 20 und 30 noch längst nicht zum alten Eisen gehört, beweist immer wiederDennis Eder. Vor allem über die „Mörderstrecke“ 200 m Schmetterling verblüfft er durch regelmäßige Verbesserung des Vereinsrekordes und man fragt sich, woher er diese Energie trotz erheblich eingeschränkten Trainingsumfangs nimmt. Sein Trainer weiß es: „Jahrelanges, regelmäßiges Training gepaart mit einer exzellenten technischen Ausbildung macht es möglich, auch in fortgeschrittenem Alter auf sehr hohem Niveau zu schwimmen.“  Ähnliches beweisen immer wieder Janek Blau und Philipp Kaphahn, die vielseitig einsetzbar sind und trotz stark reduzierten Trainings immer wieder hervorragende Leistungen bringen, so auch diesmal.

 

Die Oldies Sven Gerards und Philipp Schneider zeigten, dass selbst 30 Jahre und mehr kein Grund zum Verzweifeln sind. Sie holten ebenso wertvolle Punkte für die Mannschaft wieder der erst kürzlich wieder dazu gestoßene „Jogi“ Schmitz, der allerdings konditionell noch etwas aufholen muss. Seine trotz langer Pause immer noch sehr gute Schwimmtechnik wird ihm – wie oben erwähnt – dabei zugute kommen.

 

Etwas übermotiviert wirkte an diesem Tage Marc Eder. Zur Strafe musste er die 200 m Brust wegen verpatzter Wenden und daraus resultierender Disqualifikation zweimal schwimmen. Zum Glück wiederholte er im Nachschwimmen sein vorher erzieltes Resultat und zeigte auch in seinen weiteren Einsätzen ansprechende Leistungen.

 

Am Ende fehlen ganze 12 Punkte und reichte es trotz einer Verbesserung von 949 Punkten im Vergleich zum Vorjahr nicht, in der Bezirksliga zu verbleiben. Dies soll dann im kommenden Jahr durch den Wiederaufstieg korrigiert werden.

W.B.

 

Rheinische Post DMS 2013
RP130216-MitNeuemLogoZumAufstieg.pdf
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